Favre-Leuba Uhren
Dem traditionsreichen Schweizer Uhrenherstellungsunternehmen Favre-Leuba, das in den 1980er Jahren starke Einbußen in Kauf nehmen musste, gelang 2008, einem in Uhrenkenner-Kreisen auch als „Taucheruhrenjahr“ bekanntem Jahrgang, das Comeback im Bereich der mechanischen Taucheruhren.
Favre-Leuba brachte 1966 mit der Bathy 50 die erste mechanische Taucheruhr mit einem Tiefenmesser auf den Markt, dessen Reichweite-Funktion damals 50 Meter betrug. Mehr als vier Jahrzehnte nach dieser großen Errungenschaft in der Entwicklungsgeschichte der Taucheruhren, wurde nun ein neues Modell der unvergessenen Bathy 50 entwickelt: die moderne Version Bathy V2, die über einen doppelten Boden zur Tiefenanzeige verfügt.
Ausgestattet ist die neue Bathy mit einem Automatikwerk. Die Tendenz zu Automatikwerken ist vor allem im sportlichen Bereich charakteristisch für die Uhren-Mode des späten 20. und des 21. Jahrhunderts. Denn Automatikwerke ermöglichen ein genaues Zeitmanagement. Der moderne Tiefenmesser funktioniert mit Hilfe einer Kupfer-Beryllium-Membran. Diese kontrahiert sich unter dem Druck des Wassers, das in den doppelten Gehäuseboden eindringt. Hierbei gibt es nur eine ganz geringfügige Messabweichung, die weniger als 0,18 % beträgt. Der Durchmesser der Titan-Uhr beträgt stattliche 46 mm. Die Uhr ist wasserdicht (bis zu 300 Metern) und wird von einem FL 305 angetrieben. Eine hohe Präzisionsleistung, die sogar unter extremen Konditionen gewährleistet wird – das ist das Hauptmerkmal der Favre-Leuba Uhren seit fast drei Jahrhunderten.
Die Schweizer Uhrenherstellungsfirma wurde im Jahre 1737 von Abraham Favre in der nahe zur französischen Grenze gelegenen Gemeinde LeLocle gegründet. Favre-Leuba Uhren charakterisieren Traditions- und Wertebewusstsein. Für Käufer, die wenig Qualitätsbewusstsein an den Tag legen und stattdessen übertrieben viel Wert auf penible Preisvergleiche legen, sind Favre-Leuba Uhren allerdings ungeeignet (f07).
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